Nicht nur im Winter sinnvoll: Rutenpflege

Geschrieben von Carsten Deiters am in Material

Die Pflege von Angelruten ist ein Thema, welches oft kaum Beachtung findet. Gerade bei heutigen Angelruten ist der Pflegeaufwand doch um einiges geringer als noch bei den klassischen Angelruten, die teilweise noch aus Naturmaterialien, wie Bambus und Kork, hergestellt wurden.

Aber auch moderne Angelruten sind über etwas Pflege ab und an dankbar. Die Pflege der Rute dient nicht nur der Optik und dem Werterhalt, sondern gibt uns auch das gute Gefühl, dass wir uns auf unserer Material verlassen können, wenn es darauf ankommt.

Ich beginne in der Regel mit einer Inspektion der Ringe. Obwohl moderne Ringe aus sehr harten Materialien bestehen und ihnen moderne Schnüre nichts anhaben können, sind sie dennoch recht anfällig gegenüber Stößen und unsachgemäßer Behandlung. Schon öfters habe ich am Ende einer Saison Absplitterungen an den Ringen erkennen müssen. Hier ist dann eine Tausch zwingend nötig, da sonst die Schnur in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Ich empfehle hier eine einfache Sichtprüfung, ggf. mit einer Lupe. Im Vorfeld bietet es sich an, die Ringe von angesammelten Dreck zu befreien. Angler die öfters am Werratalsee angeln kenne das Problem der angetrockneten Blaualgen an den Ringen. Zur Reinigung empfehle ich ein Mikrofasertuch, Q-Tips und lauwarmes Wasser. Von harten Bürsten rate ich ab. Gerade bei sehr hochwertigen Ruten kann es zu Kratzern kommen. Das Mikrofasertuch sollte sauber, bestenfalls sogar neu sein, um keine Kratzer in den Rutenblank zu reiben. Von chemischen Reinigern rate ich ab, weil gerade bei hochwertigen Ruten der Lack angegriffen werden könnte. Da wo die Verschmutzungen sehr stark sind, zum Beispiel an dem Korkgriff, kann man einfach etwas Seifenlauge nehmen. Das ist fast immer ausreichend und schont Rute und Umwelt. Bei der Gelegenheit sollte man auch den Rollenhalter inspizieren und falls nötig auch reinigen.
Manch Angelfreund wachst die Rute nach erfolgter Reinigung. Hier eignen sich auch Mittel aus dem Automobilbereich. Es ist aber darauf zu achten, das es sich um reines Wachs und nicht um eine Politur handelt! Korkgriffe neigen zum Austrocknen wenn die Ruten über Jahre nicht benutzt werden. Hier gibt es auch spezielle Pflegemittel, normales Leinöl, dünn aufgetragen, tut es aber auch. 

Der Deeper – ein Blick unter die Wasseroberfläche

Geschrieben von Carsten Deiters am in Material

Der Deeper, ist ein kleines handliches Echolot, welches sich immer mehr und mehr Beliebtheit unter den Anglern erfreut. Die Vorteile eines Deepers liegen klar auf der Hand – zum einen benötigt man kein Boot mehr und zum andern ist er sehr preisgünstig zu haben. Man kann ihn mit einer Angel einfach auswerfen und bekommt dann ein Bild auf sein Handy oder Tablet. Er kann aber auch klassisch am Boot betrieben werden, der Anwendung sind kaum Grenzen gesetzt.
Daher hat sich auch der ASV Eschwege dazu entschieden ein solches Gerät zu beschaffen. Mit diesem Deeper werden wir im Laufe des Jahres neue Tiefenkarten von all unseren Teichen aufzeichen (ausgenommen dem Werratalsee) und euch, den Mitgliedern so gut es geht zur Verfügung stellen. In welcher Form ihr diese zur Verfügung gestellt bekommt ist noch nicht ganz klar. (MS)

Richtige Klamottenwahl für Bellybootangeln im Winter

Geschrieben von Carsten Deiters am in Material

Obwohl es Ende und Anfang des Jahres i.d. Regel ziemlich kalt ist, kann man dennoch mit dem Bellyboot auf Fischjagd gehen. Ich bin jedoch ehrlich gesagt dieses Jahr selber das erste Mal im Winter auf dem Boot gewesen.  
Hierzu habe ich mich mit vielen und vorallendingen warmen Klamotten eingedeckt. Ich habe 2 Paar dicke Socken angezogen. Unten drunter habe ich mir einer Schicht langer Thermounterwäsche angefangen. An den Beinen habe ich zusätzlich eine lange Unterhose angezogen und oben drauf kam eine Jogginghose.  
Über das langärmliche Thermoshirt habe ich ein T-Shirt angezogen, über dies ein normaler Pullover kam. Dazu eine dicke Winterjacke mit Kapuze. Einen Schal oder Buff (Schlauchschal) kann ich auch nur empfehlen und falls es an den Händen zu kalt ist, empfehle ich Neoprenhandschuhe, denn damit kann man immer noch ordentlich werfen und hat dennoch warme Finger. Am Oberkörper sollte man im Winter auf dem Boot noch eine aufblasbare Rettungsweste tragen, denn wenn man mit den ganzen Klamotten doch mal unfreiwillig schwimmen geht, kann diese einem das Leben retten. 
Mit diesen Tipps steht selbst dem Bellybootangeln im Winter nichts mehr entgegen. (HK)

Alte Köder neu entdeckt – der Wobbler (3)

Geschrieben von Carsten Deiters am in Material

Als James Heddon um 1890 herum den ersten fischähnlichen Holzköder schnitzte konnte er nicht ahnen welche Entwicklung er in Gang setzte. James Heddon soll eher zufällig auf die Idee gekommen sein einen Angelköder aus Holz zu bauen, als er Barsche, die sich während er am Wasser schnitzte auf die Holzspänne stürzten, beobachtete. Da James Heddon offenbar ein Mann der Tat war, macht er sich sofort ans Werk und schnitzte seinen ersten Wobbler. Wenig später, seinen Prototypen müssen erfolgreich gewesen sein, produzierte seine eigens gegründete Firma, James Heddon and Sons, den ersten kommerziell erfolgreichen Wobbler mit dem schönen Namen “Dowagiac”. Einige Merkmalem, wie die zwei Drillinge, die man auch an moderene Crankbaits findet, waren auch hier bereits zu finden. 

Eine sehr wichtige Erfindung wurde aber nicht in den USA, sondern in der alten Welt gemacht. Lauri Saarinen, der 1905 das Licht der Welt erblickte, angelte von frühster Jugend an. Damals in erster Linie um den kargen Speiseplan etwas aufzubessern. Die bunt lackierten Kunstköder für den Jungen aber unerschwinglich und irgendwann packte Lauri der Ehrgeiz und er baute seine eigenen Wobbler. Ganz nebenbei erfand ganz nebenbei erfand er noch die Tauchschaufel. 1936 soll es das erste wirklich gut laufende Modell gegeben haben. Ab 1938 gab es dann in einem kleinen Krämerladen die ersten Wobbler von Rapala zu kaufen. In den folgenden Jahren experimentierte Lauri viel mit verschiedenen Farben und legte den Grundstein für sein sehr erfolgreiches Unternehmen. Heutzutage gehört Rapala zu den größten Herstellern weltweit. 

Heute gibt es unzählige Wobbler auf dem Markt. Neben den klassischen Crankbaits, gibt es heute Floater, Jerkbaits, Minnows, Popper, Supspender, Swimbaits… Ihr seht schon es hat sich einiges getan und für jeden Geschmack und Geldbeutel gibt es die passenden Köder. Erstaunlicherweise funktionieren aber auch heute die alten Modelle nach wie vor und bringen Fische. (CD)

Alte Köder neu entdeckt – der Blinker (2)

Geschrieben von Carsten Deiters am in Angeltipps, Material

Blinker gibt es heututage in vielen Variationen. Obwohl der Kunstködermarkt heute von anderen Ködern dominiert wird, so kommen doch auch immer wieder neue Blinkermodelle auf den Markt. Ohne Zweifel zählen aber der DAM Effzett Blinker, der Atomblinker von Abu Garcia zu den Klassikern. Besonders der Effzett Blinker ist der Klassiker schlechthin und ist heutzutage in unzähligen Ausführungen erhältlich. Besonders möchte ich hier den Doppelblinker hervorheben, der im Wasser einiges Radau macht und gerade in trüben Wasser den Erfolg bringen kann. Nicht ohne Grund sind Doppelblinker auch bei Welsangelern sehr beliebt. Der Wels, nicht gerade mit Adleraugen gesegnet, reagiert sehr gut auf das Klappern und den hohen Druck, den der Effzett unter Wasser erzeugt. Ich führe den Effzett eher gleichmäßig und gelegentlich mit kurzen Spinnstopps. Meine besten Hechter am Werratalsee konnte ich in diesem jahr mit dem Effzett überlisten. Gerade wenn andere Köder nicht Laufen ist der Blinker von DAM immer einen Versuch wert. (CD)