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Angeln auf Hornhecht

„Wenn der Raps blüht zieht der Hornhecht unter Land“ sagt man, und das stimmt auch so.

Kaum zeigen sich die ersten gelben Rapsblüten, zieht der Hornhecht in riesigen Schwärmen in die flachen Küstengewässer um die Heringsbrut zu fressen und um dort zu laichen.  

Meist zeigt er sich zuerst in der Ostsee, wenige Wochen später auch in der Nordsee. 

Der bis zu einem Meter lange schlanke, silberglänzende Fisch mit einem langen Ober und Unterkiefer jagt am liebsten an der Oberfläche. Als Besonderheit weist der auch als Mernadel bekannte Fisch grüne Gräten auf, die der Gallenfarbstoff Biliverdin verursacht.

Für uns Angler ist der durchaus interessant. Er besitzt ein schmackhaftes weisses Fleisch und schmeckt gebraten sowie geräuchert hervorragend. 

Im Drill zeigt er sich äußerst aktiv und ist für seine fluchtartigen Sprünge aus dem Wasser bekannt.

Wenn wir dem Meeresräuber nachstellen wollen benutzen wir schlanke Blinker oder bieten zum Beispiel Heringsfetzen, Garnelen, Hühnerherzen oder auch weißen Speck an der Sbirolinomontage an. 

Beim Angeln mit dem Blinker empfiehlt es sich den Drilling durch Wollfäden zu ersetzen (siehe Bild), die man im Internet oder in Angelläden, die sich auf das Meeresangeln konzentriert haben, erwerben kann. 

Für beide Angelmethoden empfiehlt sich eine circa 3 Meter lange Spinnrute mit einem Wurfgewicht bis 30 Gramm, 0,8mm – 0,14mm geflochtener Schnur oder 0,20mm bis 0,30mm monofiler Schnur. Beim Fischen mit geflochtener Schnur sollte zwingend ein Vorfach aus Fluorocarbon verwendet werden, das die Sprünge im Drill abfedert.

Beste Fangzeit ist Mai und Juni, an der deutschen Ostseeküste gelten beispielsweise Küstenabschnitte bei Fehmarn, Heiligenhafen, Kühlungsborn, Dahme und Warnemünde als bekannte Hornhecht-Reviere. 

Bezüglich der Nordsee fehlen mir leider jegliche Erfahrungswerte.

Für dieses Jahr wird es zu spät sein, aber wer 2027 mal einer interessanten Fischerei nachgehen möchte, und/oder seinen Sommerurlaub mal abwechslungsreich gestalten will, für den sollte es heißen: „Wathose an und rein ins Meer“.