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Angeln im Winter… und warum Eisangeln unseren Fischen schadet

Eigentlich befinden wir uns als Mitglieder des ASV Eschwege in einer glücklichen Situation. Auch im tiefsten Winter, und wenn alle unsere stehenden Gewässer zugefroren sind, könne wir, bedingt durch den Salzgehalt der Werra, jederzeit angeln.
Selbst wenn die Schonzeiten uns begrenzen, ist es uns möglich mit leichter Montage den Friedfischen dort nachstellen.

Aber warum ist das Eisangeln an unseren Gewässern nicht erlaubt, und warum schadet das Eisangeln sogar den Fischen in unseren Teichen?

Im Winter befinden Fische in einer Art „Ruhemodus“ um Energie zu sparen, da ihr Stoffwechsel sehr verlangsamt ist.
Beim Bohren der Löcher für das Eisangeln werden die Fische in unmittelbarer Nähe des Eislochs „geweckt“. Selbst beim Schlittschuhlaufen übertragen sich Erschütterungen und laute Geräusche durch das Eis ins Wasser. Die Fische nehmen diese Vibrationen über ihre Seitenlinie wahr. Das kann sie erschrecken und stressen und sie in Ihrer Ruhephase stören. Die Fische verbrauchen dann sehr viel Energie und Sauerstoff, den sie bei niedrigen Temperaturen kaum wieder aufnehmen können. Wenn eine Eisdecke geschlossen ist, gelangt kein Sauerstoff mehr ins Wasser. Unter dem Eis gibt es keine Winddurchmischung und kaum Photosynthese, weil Licht nicht mehr tief ins Wasser eindringt. Beim Eisangeln werden zwar Löcher in das Eis gebohrt, die jedoch zu klein sind, um genug Sauerstoff einzutragen, um damit die Fische mit Sauerstoff zu versorgen.
Bedingt durch diese Umstände würde es zum Fischsterben kommen.
Zu unserem Glück sind die Teiche des ASV Eschwege nur wenige Wochen im Jahr von Eis bedeckt. In dieser Zeit bleibt uns, und wie anfangs beschrieben, ja noch die Werra, um unserem großartigen Hobby nachzugehen.

Hinweis zu Bildrechten: Die Abbildung in diesem Artikel ist KI generiert und stellt keine realen Personen oder tatsächlichen Ereignisse dar.