Fischrettungen und Monitoring an unseren Gewässern
In den vergangenen Wochen waren unsere Gewässerwarte an mehreren Stellen im Einsatz. Dabei ging es sowohl um geplante Fischrettungen als auch um Monitoringmaßnahmen an Vereinsgewässern.
Stadtteich Sontra
Auf Anfrage unseres Vereinsmitglieds Lars Renner wurde der ASV Eschwege gebeten, den Stadtteich in Sontra abzufischen. Hintergrund sind anstehende Umgestaltungsarbeiten, bei denen der Teich abgelassen wird. Ziel ist es, die vorhandenen Fische vorher zu sichern und in Vereinsgewässer umzusetzen.
Am 19. April 2026 wurde dazu ein Hegefischen-Monitoring durchgeführt. Dabei konnten Rotfedern und Karpfen gefangen werden. Der Gesundheitszustand der Fische war ausgezeichnet, es wurden keine Anzeichen von Krankheiten oder Parasiten festgestellt. Eine Gefährdung für unsere Vereinsgewässer kann somit ausgeschlossen werden. Zusätzlich wurde der Teich ausgelotet, um die weitere Vorgehensweise beim Abfischen zu planen. Tatkräftig unterstützt wurden wir dabei von Rüdiger Templin.
Ein geplanter Folgetermin musste aufgrund von Starkregen kurzfristig verschoben werden, konnte aber am Nachmittag bei besseren Bedingungen durchgeführt werden.
Der Termin für das vollständige Abfischen und die Umsiedlung der Fische wird aktuell abgestimmt und in den kommenden Wochen festgelegt.
Kiesteich im Bereich der Firma Oppermann
Ein weiterer Einsatz betrifft einen Kiesteich zwischen Werratalsee und Grebendorf, der zugeschüttet werden soll. Auch hier ist vorgesehen, die Fische schonend zu retten und umzusetzen.
Am 14. April 2026 fand zunächst eine Begehung statt, um die Gegebenheiten vor Ort aufzunehmen. Am 21. April folgte ein Hegefischen-Monitoring. Dabei wurden bisher ausschließlich Rotfedern gefangen, der Gesundheitszustand ist hervorragend. Weitere Arten sind jedoch nicht ausgeschlossen, daher wird das Monitoring fortgeführt.
Ergänzend wurden Reusen eingesetzt, um insbesondere Arten wie Aale nachweisen zu können, die beim Hegefischen nicht unbedingt erfasst werden. Die Reusen werden in regelmäßigen Intervallen kontrolliert. Dabei werden die Fische entnommen, bestimmt, ihr Zustand geprüft und anschließend entweder zurückgesetzt oder für die spätere Umsiedlung gesichert. Alle Ergebnisse werden dokumentiert.
Das Monitoring mittels Reusen läuft aktuell weiter (Stand 27.04.2026), bis ein möglichst vollständiges Bild des Artenspektrums vorliegt.
Neben dem naturschutzfachlichen Aspekt ergibt sich ein positiver Nebeneffekt: Es entsteht für den Verein – abgesehen von Material und Arbeitsaufwand – kein zusätzlicher Kostenaufwand, gleichzeitig kann regionaler Fischbesatz gewonnen werden.
Brutfisch-Monitoring an Vereinsgewässern
Auch an den eigenen Gewässern wurden Beobachtungen gemacht.
Am 25. April 2026 wurde an Teich 7 eine größere Anzahl an Brutfischen festgestellt. Zur genaueren Untersuchung kam eine Senke (Kleinfischsenke) zum Einsatz. Eine sichere Artbestimmung ist bei Brutfischen schwierig, nach Einschätzung eines Fischbiologen handelt es sich vermutlich um Moderlieschen.
Die eingesetzte Senke hat sich dabei als geeignetes Werkzeug für das Monitoring erwiesen und soll künftig regelmäßig genutzt werden.
Auch an Teich 8 wurde Brutfisch festgestellt. Eine genauere Untersuchung steht hier noch aus und wird zeitnah erfolgen.
Ausblick
Die weiteren Schritte sind bereits in Planung. In Sontra steht das Abfischen mit anschließender Umsiedlung an. Am Kiesteich Oppermann wird das Monitoring fortgeführt, bevor auch dort die Umsetzung erfolgt. An den Vereinsgewässern werden die Beobachtungen zum Brutfisch weiter vertieft.


